Naha kennzeichnet den Eingang zur Präfektur Okinawa, wo der subtropische Teil des Landes beginnt. Okinawa war früher das unabhängige Königreich Ryukyu, bis es 1609 von Satsuma, der Provinz im Süden von Japan, eingegliedert wurde. Das Königreich war Vasallenstaat der Ming-Dynastie in China, wobei dessen Einflüsse nicht verborgen bleiben. So wurden für die Anlegung des Fukushuen-Gartens die Gartengestalter als auch die verwendeten Materialien aus dem chinesischen Fuzhou hergebracht. Das im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärt Schloss Shurijo stellt wohl die grösste Sehenswürdigkeit der Präfektur dar und auch hier ist der Geist der Ära des Ryuku-Königreichs noch allgegenwärtig zu spüren. Weitere legendäre Stätten sind das königliche Mausoleum (Grabgräber in Höhlen) und das Shurei-Tor, das so prächtig ist, dass sein Bild auf der 2.000 Yen Note abgebildet ist. Da Naha aber während des zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört wurde, sind alte Gebäude eine Seltenheit in dieser Stadt.